Deutschland ist Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum unter allen OECD-Industriestaaten. Es braucht dringend einen neuen Aufschwung für mehr Wettbewerbsfähigkeit mit besseren Rahmenbedingen und weniger Bürokratie für unsere Unternehmen. Dabei ist der Erhalt und die bestmögliche Förderung des heimischen innovativen Mittelstands in den Regionen eine zentrale Aufgabe der Politik“, so MdL Josef Zellmeier, Vorsitzender der Niederbayernrunde der CSU-Landtagsabgeordneten, bei einem Austausch mit der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., bei der Motorenfabrik Hatz in Ruhstorf.
Das Rottaler Familienunternehmen Hatz produziert Industrie-Dieselmotoren und entwickelt innovative Antriebstechnologien sowie intelligente Lösungsansätze etwa für Baumaschinen, Nutzfahr-zeuge, Landmaschinen, Aggregate, Flur- und Förderfahrzeuge sowie in Schiffen und beschäftigt weltweit über 900 Mitarbeiter. Der vbw Präsident Wolfram Hatz, Vorsitzender des Beirats und Hauptgesellschafter der Motorenfabrik Hatz, skizzierte im Dialog mit den Abgeordneten die Herausforderungen in der Branche: „Wir sind als Standort zu teuer, zu kompliziert und zu wenig für die Zukunft gerüstet. In den letzten Jahren sind die Kosten und der bürokratische Aufwand für die Unternehmen massiv gestiegen. Wir brauchen daher einen drastischen Bürokratieabbau sowie eine Reform des Arbeitszeitrechts. Wir müssen die Energiepreise bezahlbar machen und die Arbeits-kosten verringern. Die Sozialabgaben müssen dauerhaft unter die 40-Prozent-Schwelle sinken. Die Unternehmenssteuern müssen auf international wettbewerbsfähige 25 Prozent gesenkt wer-den und wir müssen dringend umsteuern, um die Produktion am Standort wieder attraktiver zu machen. Ansonsten wird die Deindustrialisierung weiter an Fahrt aufnehmen.“
Der Stimmkreisabgeordnete von Passau-West, MdL Stefan Meyer, unterstrich die Bedeutung eines starken Mittelstandes für die Region: „Industrie und Top-Arbeitgeber bei uns sichern vor Ort Wohlstand und Arbeitsplätze. Die Ampel-Regierung hinterlässt aber nach drei Jahren Regierungszeit einen wirtschaftlichen Scherbenhaufen, der sich auch in Niederbayern nicht mehr unter den Teppich kehren lässt. Als CSU wollen wir sowohl in München als auch in Berlin dafür sorgen, dass wir in guter Zusammenarbeit mit den Unternehmen unseren Wirtschaftsmotor wieder flott machen. Nur so können wir den Standort Niederbayern zukunftsfest aufstellen.“
Der stellvertretende Landrat des Landkreises Passau, Hans Koller, ergänzt: „Der Austausch hat auch gezeigt: Die Wirtschaftsregion Passau verbindet auf einzigartige Weise Tradition und Innova-tion, natürliche Landschaften und modernste Technologien. Es gilt, diese wirtschaftliche Erfolgs-geschichte künftig mit den richtigen Weichenstellungen wieder fortzusetzen.“